Angekommen.

Angekommen.

„Herzlich willkommen in der S4 nach Stansstad, Hergiswil, Horw, Luzern“, begrüsst ihn die etwas mechanisch klingende Frauenstimme aus dem Lautsprecher. Eigentlich komisch, nach all den Jahren wieder tagtäglich in die Heimat zu pendeln, denkt er sich, als der Zug an seinem neuen Arbeitsort vorbeirattert. Aber auch schön, irgendwie.

Stansstad. Warum steigen hier abends immer so viele Leute ein? Ach ja. Dichtestress dank Luxusresort, schwebt es ihm im Kopf umher. Etwas Kreativeres fällt ihm dazu nicht mehr ein. Es war ein strenger Tag im Büro. Aber auch ein erfüllender. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat er das Gefühl, seine Wirkungsstätte gefunden zu haben. Für die nächsten Jahre, vielleicht auch länger. Er kann es sich gut vorstellen. Der Loppertunnel verschlingt die rot-weissen Zugskompositionen. Es wird dunkel.

Er öffnet seine Augen. Hergiswil. Eine Kollegin aus früheren Tagen steigt ein, grüsst ihn und setzt sich mit ihren Arbeitskollegen ins Abteil hinter ihm. Das breite Nidwaldnerdialekt zaubert ihm ein Lächeln ins Gesicht, bevor es wieder dunkel wird. Noch vor dem nächsten Tunnel. Er träumt von einer Frau, so wie schon lange nicht mehr.

Grelles Licht und viel Bewegung um ihn herum. Erst, als jemand leicht an seiner Schulter rüttelt, öffnet er seine Augen. „Dui, setsch uisschteyge, mier sind z’Luzäre“, weckt ihn die Kollegin lachend. Er ist angekommen.

 

Coldplay – Amsterdam.

Coldplay – Amsterdam.

Ggiufu.

Ggiufu.